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Allergien im Schlafzimmer

Tipps
19.09.2018 von Frank Chudoba
copyright Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V. (DAAB)

Ob die Krabbeltierchen im Bett, das Material des Schlafzimmerschranks oder gar die Allergie auf den Ehepartner. Alles ist möglich! Dabei sollte doch der Schlaf zur Erholung dienen.

Etwa die Hälfte aller allergischen Erkrankungen wird durch Allergieauslöser im Innenraumbereich und damit auch im Schlafbereich – wie Hausstaubmilben, Haustiere sowie Schimmelpilze ausgelöst. Gehen wir davon aus, dass Haustiere nicht in den Schlafbereich gehören und wenig Pflanzen vorhanden sind, bleibt als häufigster Auslöser die Hausstaubmilbe, bzw. der Kot der selbigen. Die Kotbällchen zerfallen nach dem Austrocknen in sehr kleine Teilchen, die sich dann mit dem Hausstaub verbinden. Durch Bewegungen von Textilien, wie Bettdecke oder Matratze, Polstermöbeln und Teppichen, sowie durch den Luftzug wird dieser allergenhaltige Staub aufgewirbelt und mit der Atemluft inhaliert.

Haustiere leben in rund 40 Prozent der deutschen Privathaushalte. Auf Platz eins stehen Katzen, dicht gefolgt von Hunden, Vögeln und Kleintieren wie Hamster oder Meerschweinchen. Sieben bis zehn Prozent der Tierhalter entwickeln im Laufe der Zeit eine Allergie. Aber auch Nicht-Tierhalter können allergisch auf Tiere reagieren.

Schimmelpilzsporen sind überall zu finden. Die höchsten Sporenkonzentrationen fallen meist mit der Pollenausschüttung bestimmter Pflanzen zusammen, was oft zu Fehldiagnosen führt. So erreicht etwa beim Schimmelpilz Alternaria die Sporenkonzentration von Juni bis September das Maximum und fällt somit mit der Gräserblüte zusammen. Schimmelpilze in Wohnräumen entstehen in der Regel durch übermäßige Feuchtigkeit. Hier muss auf jeden Fall nach der Ursache geforscht werden.

Ja es gibt sie tatsächlich, die Sperma-Allergie. Eine Allergie auf den „Ehe“partner. Das Thema ist mehr als ein Lückenfüller im Sommer. Allergische Reaktionen auf den Partner können lebensbedrohlich verlaufen und sollten ernst genommen werden. Beim Kontakt mit Samenflüssigkeit des Mannes kann es an der Haut zu Schwellungen, Rötungen, Juckreiz oder Quaddelbildung kommen. Bei starker Ausprägung bleibt es nicht bei den Beschwerden an der Haut. Es kann zum allergischen Notfall kommen. Bei der Allergie reagiert der Betroffene auf die Samenflüssigkeit, die einen Allergieauslöser, das Prostataspezifische Antigen (PSA). Wichtig ist. Die Allergie ist nicht Partnerspezifisch, ein Partnerwechsel hilft also nichts.

Tipps gegen Allergien im Schlafbereich

  • Das Bettzeug (Inletts, Kissen) sollte bei mindestens 60 °C gewaschen werden.
  • Bei einer Hausstaubmilbenallergie muss ein milbendichter Bezug um die Matratze.
  • Teppichboden regelmäßig säubern. Glatte Bodenbeläge zwei Mal wöchentlich (nebel-) feucht wischen. Achten Sie bei Staubsaugern auf spezielle Feinstaubfilter (Hepa-Filter).
  • Verzichten Sie im Haus, wo es möglich ist, auf Staubfänger, wie zum Beispiel offene Bücherregale, viele Kissen oder Stofftiere, Polstermöbel. Eine Alternative sind Ledermöbel.
  • Kuscheltiere von Kindern können durch einen "Besuch" in der Kühltruhe von Milben befreit werden. Alternative sind waschbare Kuscheltiere.
  • Durch eine regelmäßige Belüftung der Räume lässt sich das Risiko eines Schimmelpilzbefalls minimieren. Lüften Sie die Räume stets gut durch. Geeignet sind Stoß- bzw. Querlüften.
  • Die optimale relative Luftfeuchtigkeit liegt zwischen 40 und 60 Prozent.
  • Achten Sie auf Stockfleckenbildung hinter Schränken, Kacheln und Holzverkleidungen.
  • Küchenabfälle nicht liegen lassen, Obst und Gemüse im Kühlschrank lagern.
  • Verzichten Sie auf Zimmerspringbrunnen, Luftbefeuchter an Heizkörpern und bei einer Schimmelpilzallergie besser auch auf Zimmerpflanzen.
  • Falls Sie in Räumen mit Klimaanlagen leben oder arbeiten, achten Sie darauf, dass diese regelmäßig gewartet werden.
  • Machen Sie es sich zur Gewohnheit, bei Tierhaltung alle Räume regelmäßig und intensiv zu reinigen und gut zu lüften.
  • Farben, Lacke und Kleber mit denen renoviert wird oder Holz verlegt wird, sollten einen geringen Schadstoffgehalt besitzen und nur sehr sparsam aufgetragen werden.
  • Beim Neukauf von Teppichböden, Parkett oder Linoleum können kleine Probestücke, in Einmachgläser oder luftdichte Plastiktüten gelegt, nach circa 24 Stunden eine Riechprobe ermöglichen.
  • Holzdielen und Parkettböden sollten lieber vernagelt, Teppichböden besser verspannt als verklebt werden.

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund e.V. bietet zu diesem Thema einen Ratgeber Innenraum an, der speziell auf das Thema Allergien im Innenraum und praktische Tipps hierzu eingeht. Dieser Ratgeber kann beim DAAB kostenfrei bestellt werden.


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