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Fertigung des Orientteppichs

Wissenswertes
06.01.2017 von Katja Chudoba
copyright Andreas Meyer - Fotolia.com

Als Orientteppich werden Teppiche bezeichnet, welche handgeknüpft sind und aus orientalischen Ländern wie Iran, Indien, Pakistan oder der Türkei stammen und Muster aus Blumen, Tieren und Ornamente aufweisen. Diese Teppiche werden auch als "echte" Teppiche bezeichnet. Die Florfäden, welche die Musterung und dicke des Teppichs ausmachen, werden um sogenannte Kettfäden geknotet. 

Material, Farben, Muster und Knotenzahl geben Auskunft über die Herkunft und den Wert des Orientteppichs. Nachknüpfungen von Mustern, künstliche Bearbeitung der Farben und Teppichoberflächen (auf alt getrimmt) sowie angebliche und utopische Preisreduzierungen des Handels machen die Bestimmung der tatsächlichen Wertes eines Orientteppichs für den Laien besonders schwierig. Wenn Sie einen Orientteppich als Wertanlage suchen, oder die Anschaffung eines teueren Stückes planen, empfiehlt es sich, einen Sachverständigen zu Rate zu ziehen. 

Ihre Industrie- und Handelskammer kann Ihnen Name der vereidigten Sachverständige Ihrer Region mitteilen.

Fertigung des Orientteppichs

Orientteppiche sind ein rein handwerkliches Erzeugnis. Von der Vorbereitung der Rohstoffe bis zur Veredelung des handgeknüpften Stückes sind zahlreiche Arbeitsschritte erforderlich, welche wir Ihnen in diesem Kapitel vorstellen wollen.

Rohstoffe

Folgende Rohstoffe werden bei der Herstellung des Orientteppichs verwendet: 

Schafwolle 
Seide 
Viskose 
Baumwolle 
Ziegenhaar 

Schafwolle ist das am meisten verwendete Flormaterial für handgeknüpfte Teppich. 
Je nach Verwendungszweck werden unterschiedliche Wolltypen verwendet. Diese Wolltypen unterscheiden sich in der Herkunft (Rasse und Alter des Schafes, Herkunftsland) und Beschaffenheit (Feinheit, Fettgehalt und Kräuselung). 

Seide ist besonders fein, leicht, haltbar und hat einen natürlichen Glanz. 
Seide wird aus dem Kokon der Seidenspinnerraupe gewonnen und findet oft bei besonders feinen Knüpfteppichen Verwendung. Bei Teppichen aus Schafwolle können helle Stellen der Teppichmusterung bei Verwendung von Seide hervorgehoben werden. 

Als preiswerte Alternative wird bei einigen Orientteppiche (z.B. Indo Kaschmir) sogenannte Kunstseide (Viskose) verwendet. Viskose wird aus dem Zellmaterial von Holz hergestellt. Viskose ist glänzend, weist zudem eine hohe Strapazierfähigkeit aus, ist aber aufgrund seiner maschinellen Herstellungsweise weniger kostbar. 

Baumwolle wird bei den meisten Orientteppichen wegen der hohen Reißfestigkeit als Trägermaterial (Kette und Schuss) des Flors verwendet. Baumwolle ist eine pflanzliche Faser, welche in den meisten Teppichgebieten angepflanzt wird. 

Ziegenhaar lässt sich schlecht einfärben und wird daher nur als Material für Kette und Schuss verwendet. Ziegenhaar lässt sich per Hand jedoch nur weniger fein verspinnen und wird nur bei gröberen Knüpfungen wie bei Afghanischen Teppichen gerne verwendet.

 

Verarbeiten der Schafwolle

Die Schafwolle muss vor dem Knüpfen gewaschen, gesponnen und gefärbt werden. 

Trotz der gründlichen Reinigung der Wolle muss ein Fettanteil in der Wolle erhalten bleiben. Dieser Wollfettanteil beeinflusst den späteren Färbeprozess und schützt den fertigen Teppich später vor Schmutz. 

Aus der gewaschenen Wolle wird ein gleichmäßig starker Faden gesponnen. Garne, die in den Manufakturen (Handwerkliche Betriebe, in denen die Teppiche geknüpft werden) in größerer Menge benötigt werden, werden überwiegend maschinell gesponnen. 

Schafwolle ist zum Einfärben besonders gut geeignet. Sowohl natürliche Farbstoffe als auch synthetische Farbstoffe werden zum Färben der Wolle verwendet. 

Wollpartien die zu unterschiedlichen Zeiträumen eingefärbt werden, können Farbabweichungen zeigen. Diese Farbunterschiede kommen oft erst nach der Wäsche des Teppichs zum Vorschein. Dieses nennt man Abrasch und ist ein Echtheitsmerkmal eines Orientteppichs.


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